Arbeiten nicht mehr möglich?

Vielleicht machen Sie sich Gedanken darüber, wie lange Sie Ihre Arbeit noch schaffen. Sind Sie schon lange krankgeschrieben? Droht Ihre Firma mit Entlassung? Besteht die Gefahr, dass Ihr Krankengeld bald ausläuft? Wissen Sie, was dann kommt?

Selbst aktiv werden

Manche Reha-Patienten glauben: Im Falle eines Falles wird sich schon irgendeine offizielle Stelle darum kümmern, was aus mir wird. Das ist leider falsch. Sie müssen selbst aktiv werden, sonst drohen Ihnen Nachteile.

Sozialpädagogen helfen

Glücklicherweise finden Sie in der Reha-Einrichtung Sozialpädagogen. Diese  Mitarbeiter kennen sich mit den beruflichen, finanziellen und rechtlichen Fragen sehr gut aus und können Sie beraten. Die Sozialpädagogen sind nicht bei der Rentenversicherung oder irgendeiner Behörde angestellt, sondern bei der Reha-Einrichtung. Sie unterliegen der Schweigepflicht wie alle anderen Mitarbeiter auch.

Sozialpädagogen und Ärzte können sich unter vielen Berufen gar nichts vorstellen. Wie die Arbeit aussieht und welche Belastungen sie mit sich bringt, das müssen Sie erklären. Bringen Sie Fotos von Ihrem Arbeitsplatz mit, das kann die Erklärung erleichtern. Auch hilfreich: eine offizielle Arbeitsplatzbeschreibung Ihres Arbeitgebers.

Diese Infos brauchen wir

Damit die Sozialpädagogen Sie gut beraten können, müssen sie Folgendes wissen:

  • Anschrift Ihres Betriebs, Telefonnummer der Personalabteilung
  • Falls vorhanden: Name und Telefonnummer des Betriebsrats oder des Schwerbehindertenbeauftragten Ihres Betriebs
  • Name, Anschrift und Telefonnummer des Betriebsarztes
  • Bei welcher Berufsgenossenschaft und bei welcher Krankenkasse sind Sie versichert?
  • Wie lange waren Sie in den letzten 12 Monaten krankgeschrieben?
  • Gibt es in Ihrem Betrieb ein berufliches Eingliederungsmanagement (BEM)?
  • Hat einer Ihrer Ärzte schon einmal gesagt, dass Sie möglicherweise Ihren Beruf nicht mehr ausüben können? Hat er Ihnen irgendwelche Atteste ausgestellt, zum Beispiel dass Sie nicht mehr als 10 Kilogramm heben dürfen? Falls ja: Bitte zur Reha mitbringen!
  • Haben Sie einen Bescheid über den Grad der Behinderung erhalten? Wenn ja: Bitte zur Reha mitbringen!
  • Bringen Sie einen Lebenslauf mit zur Reha.

Bitte kümmern Sie sich nicht erst in der letzten Woche um eine Beratung. Sagen Sie Ihrem Reha-Arzt schon gleich bei der Aufnahme: „Ich möchte einen Termin beim Sozialdienst.“


Eine Sozialpädagogin erklärt, was ihre Aufgaben sind.

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Hier äußern sich die Betroffenen.

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Und das sagen die Experten.

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